Bouviers architektonische Hauptwerke sind die Villages Suisses für die zweite Schweizerische Landesausstellung 1896 in Genf und für die Weltausstellung 1900 in Paris, mit denen er zu den Gründern des Schweizer Heimatstils gehört. Des Weiteren realisierte er die Modellmolkerei für die Eidgenössische Landwirtschaftsausstellung in Neuenburg (1887), das Restaurantgebäude für das Eidgenössische Schützenfest zur 50-Jahr-Feier der Republik Neuenburg (1898), den Uhrenpavillon für den Schweizer Beitrag zur Weltausstellung 1906 in Mailand und das Kasino von Interlaken (1910), aber auch den Pont de la Coulouvrenière in Genf (1894–1896), einer Betonkonstruktion, die die Erschliessung der Landesausstellung mit Trambahnen von Genfs Zentrum her ermöglichte. Ein Stadterweiterungsplan für das Gebiet nördlich des Neuenburger Hafens (1889) brachte ihm einen 2. Preis ein.
Bouvier schuf ausserdem ein umfangreiches Œuvre von Landschaftsaquarellen, die seine Heimatstadt und deren Umgebung wiedergeben und dort in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts enorm populär waren (Jeanneret 1940). Bei ihm erhielt der kaum 15-jährige Charles L’Eplattenier (der seinerseits später der erste künstlerische Lehrer des jungen Charles-Édouard Jeanneret sein sollte) Ende der 1880er Jahre seinen ersten Mal- und Zeichenunterricht. Von 1907 bis 1909 war Bouvier Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission.
Bestand
- 4 Planschrankschubladen Planzeichnungen zu neun Projekten
- Sammlung von Abbildungen und Fotos
Bestände ausserhalb des gta Archivs: